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Kulinarischer Dorfspaziergang der Aktiven TSV-Oldies

 

Ein Teilnehmerbericht von Sabine Adler:

Treffen um 10 Uhr bei Bäckerei Balkenholl. Nach der Begrüßung der 27 Teilnehmer führte uns Willi Balkenholl in die Backstube. Er holte sofort einen riesigen Batzen Teig hervor, legte ihn auf den langen Backtisch und zerteilte den Teig in gleichgroße Stücke. Jeder Teilnehmer durfte sich sein eigenes Brot formen. Nach dem Beschriften wurde es zur Ruhe in ein Regal gelegt und abgedeckt, natürlich mit Namen versehen.

Als die Brote im Regal lagen hat Willi uns den Ablauf der Brotherstellung gezeigt. Die Frühanlieferung, wo die Lieferanten ihre Ware ins Lager bringen können, das Rohstofflager, das Kühllager und dann das Wichtigste, was man zum Brotbacken braucht: die Sauerteigmaschine.

Da durfte jeder Aktive Oldie mal riechen, doch es roch (noch) nicht lecker. Danach hat er uns die große Maschine gezeigt, wo Mehl (kommt per Schlauch von unten) Wasser, Salz und der Sauerteig gemischt werden. Alles wird mit dem Computer berechnet und programmiert.

Die Bäckerei verbraucht pro Woche 8-10 Tonnen Mehl .Willi stellte zum Gelächter der Teilnehmer fest: „Der Teig ist sensibel, manchmal schlimmer als die Frauen.“ Die Brötchenherstellung dauert mit der Maschine 20 Minuten. Sie werden einen Tag vorher produziert, gekühlt aufbewahrt, dann gedreht und gebacken. Es folgten weitere Erklärungen über die Öfen und Kühlanlagen.

Die Bäckerei wird das nächste Jahr viel investieren: alle Firmenfahrzeuge werden auf Elektroverbrauch umgestellt, dafür kommt dann eine Fotovoltaikanlage aufs Dach. Außerdem will er Kassen mit Vorrichtung zum Wiegen einführen, damit man auch kleine Mengen Brot kaufen kann. Brötchen werden dann nach Gewicht abgerechnet. Zum Abschluss gab es leckere Schnittchen, Kaffee und Wasser.

Dann Abmarsch zum Restaurant Lorenzo. „Bitte Platz nehmen, die Pizzen sind gleich fertig!“ Das war die Begrüßung durch Magdalena Laretta. Die Teilnehmer konnten sich die Gelateria und Cucina von innen anschauen. Nachdem alle die verschiedensten Pizzen probiert und leckeres Wasser getrunken hatten, zeigte uns Franco Laretta das Eislabor. Er stellt das Eis selbst her. Interessant war die Pasteurisierungsmaschine, darin werden die Zutaten gut vermischt und haltbarer gemacht, schnell auf 90 Grad erhitzt und schnell wieder auf 0 Grad runtergefrostet.

Er kann in 8 Minuten 10 Kilo Eis herstellen, das bei -22 Grad bis zu 4 Wochen haltbar ist. Er berichtete von einem sehr hohen Wasser- und Stromverbrauch und den hohen Preisen der Zutaten.

„Eismachen ist eine mathematische Formel“, erzählte uns Franco Laretta, nachdem eine Teilnehmerin gefragt hatte, was alles als Zutaten im Eis drin ist. So hat er bereits mit 12 Jahren angefangen seinem Vater über die Schulter zu schauen, wie man Eis macht.

Gut gesättigt gingen wir dann zum Hotel und Restaurant Fricke. Nachdem wir alle in der Katt´sche Stube Platz genommen hatten, wurden uns erstmal Getränke serviert und weil unser Überraschungsessen noch nicht fertig war, haben uns Karin und Winni Schulze die neue Küche gezeigt und erklärt. Es wird jetzt mit einer Niedriggarmethode gekocht, schonendes Kochen, das nennt man: sou vide. Nährstoffe bleiben besser erhalten; denn es wird im Beutel gekocht. So kann man gut vorbereiten, Convienience selbst herstellen, dann Schock frosten, das nennt man: cook & chill.

Zum Probieren haben wir dann reichlich verschiedene Sorten Flammkuchen und selbstgeräucherten Stremellachs und Butterfisch bekommen. Super lecker!

Ab hier konnten wir unseren Zeitplan nicht mehr einhalten, beim Bio Laden Vollmer sind wir mit 20minutiger Verspätung angekommen.

Nach der Begrüßung durch Herrn Vollmer hat er uns den Betrieb gezeigt und berichtet, dass es das Geschäft schon seit 1983 gibt, er 2 Lehrlinge hat und auch noch dazu Aushilfen benötigt/beschäftigt. Vollmers bewirtschaften 1 ha Land. Wir haben 2 riesige Gewächshäuser mit über 1000 Tomatenpflanzen gesehen. Folgende Gemüsesorten werden auf dem Hof angepflanzt: Zucchini, Bohnen, Fenchel, Gurken, Kohlrabi, Weißkohl, Sellerie, Paprika, dicke Bohnen, rote Bete, verschiedene Sorten Salat, Erdbeeren und, und, und. Mehrere Teilnehmer wunderten sich, warum das Gemüse abgedeckt ist. Herr Vollmer erklärte uns, dass sich sonst zu viele Feldhasen und Tauben darüber hermachen würden.

Dann kam aus der Menge die Frage, warum er sein Angebot nicht erweitern würde: Das wären doch dann schließlich auch vegetarische Biofeldhasen. ;-)

Abschließend durften wir eine reichhaltige Kostprobe seiner Gemüsesorten mit einem leckeren Kräuterquark probieren. Eigentlich waren alle super satt, aber: Was Gesundes geht immer!

Alle waren sehr angetan von dem Geschäft und der vielen Arbeit, die dahinter steckt.

Danach haben wir uns schnellen Schrittes auf den Weg zum Kiosk Scheffler gemacht und konnten zum Abschluss unseres Spazierganges noch eine große Kugel Eis genießen. Frau Scheffler erzählte uns dann, dass es den Kiosk schon seit 35 Jahren gibt. Viele der Teilnehmer wussten noch, dass man am Anfang noch eine sogenannte „Hühnerleiter“ hochgehen musste.

Zu unserem Abschlussbier hat Peter Dotzler schon vor dem Sportheim gewartet. Er stand schon an der Straße und konnte es gar nicht erwarten, dass wir kommen. Ich glaube er hatte Angst, dass er die 35 Brote selber essen müsste, die Willi Balkenholl inzwischen ins Sportheim gebracht hatte.

Jeder Teilnehmer konnte sich sein Brot einpacken und bei einem abschließendem Getränk waren sich alle einig: Der kulinarische Spaziergang war eine „runde“ Sache, die uns allen sehr viel Spaß gemacht hat und wir viele neue Informationen erhalten haben (und pappesatt waren wir auch!).

Wir über uns

 

Das aktuelle Programm:
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08 Dez 2017 18:00 -  Offener Adventskalender & Weihnachtsfeier
05 Jan 2018 19:30 -  Brummerbühne - Ausverkauft
06 Jan 2018 19:30 -  Brummerbühne - Ausverkauft
07 Jan 2018 16:00 -  Brummerbühne - Ausverkauft

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