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Aktive TSV-Oldies leiteten einen Zug durch Lehrte

Die Aktiven Oldies des TSV 03 Sievershausen besuchten den Modelleisenbahnverein Lehrte (MEV) an ihrem öffentlichen Besuchertag. Die geplante Radtour von Sievershausen nach Lehrte musste allerdings aufgrund des schlechten Wetters ausfallen und so wurde in Fahrgemeinschaften die Strecke nach Lehrte bewältigt. Dort angekommen begrüßte Martin Schiweck, Vorsitzender des MEV, die TSVer und gab Erläuterungen zur Vereinsstruktur und zum Vereinssitz der Modelleisenbahnfreunde, dem Stellwerk Lpf. Das Stellwerk ist ein Fahrdienstleiterstellwerk, dass von den 46 Vereinsmitgliedern als Technikmuseum erhalten wird.

Und schon ging es in das oberste Stockwerk des Gebäudes, wo Helmut Ehlen, ehemaliger Fahrdienstleiter, auf die interessierten Besucher wartete. Seit der Stilllegung im Oktober 1986 werden die mechanischen Zugsicherungseinrichtungen von den Mitgliedern des MEV gepflegt. Ehlen erläuterte, dass in dem Fahrdienstleiterstellwerk bis 1986 fünf Personen gleichzeitig arbeiteten, um täglich rund 600 Züge und 200 Rangierfahrten durch Lehrte zu koordinieren. Gleichzeitig konnten sechs Züge geführt werden. Neben dem Stellwerk Lpf gab es noch sieben weitere Stellwerke und viele Schrankenwärterhäuschen in Lehrte, die ebenfalls durchgehend besetzt waren. Von jedem Stellwerk konnten bis zu einem Abstand von 400 Metern die Signale und Weichen über lange Stahlseile bedient werden.

Das engagierte Vereinsmitglied simulierte mit den TSV-Oldies die Durchfahrt eines Zuges von Peine kommend zur Durchfahrt am Lehrter Bahnhof in Richtung Hannover. Es war beeindruckend, wie viele Hebel und Knöpfe bedient werden mussten, um nur einen Zug durch Lehrte zu führen. Fragende Blicke nach dem Risiko dieser umfangreichen Technik und Abläufe beantwortete Ehlen mit der Feststellung, dass hier eine absolute Sicherheit bestanden habe. Eine vorgegebene Reihenfolge mit diversen Sicherheitssperren habe Fehler ausgeschlossen. Beeindruckend war auch die lange Hebelbank mit den verschiedenen Signal- und Weichenhebeln.

Weiter ging die Führung ein Stockwerk tiefer mit der Modelleisenbahn. Im Erdgeschoß betreibt der Verein ein maßstabgetreues, funktionsfähiges Modell (Baugröße H0) des Lehrter Personenbahnhofs um 1960. In mühevoller Kleinarbeit wird hier die Lehrter Eisenbahngeschichte konserviert und somit für Besucher und Eisenbahninteressierte sichtbar gehalten. Die TSVer erkannten nicht nur den Bahnhof wieder, sondern waren auch begeistert, dass auch das Umfeld des Lehrter Bahnhofs detailgenau nachgebaut wurde. Selbst ehemalige Geschäfte und der Bahnhofskiosk wurden dargestellt. Überraschend war auch, dass echte Zuggeräusche zu hören waren, während langsam die Nacht über die 21 Meter lange und 3 Meter breite Bahn hereinbrach und in den Häusern, in den Zügen und auf dem Modellbahnhof das Licht anging.

Bei einem abschließenden Blick hinter den Kulissen oder besser unter der Modellbahn bestaunten die Sievershäuser die aufwendige Technik der Anlage. Beeindruckt fuhren die TSV-Oldies mit einer kleinen kulinarischen Zwischenpause zurück nach Sievershausen.

 

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